Deutschland baut immer mehr Wohnungen – steigen die Preise?

Ein Artikel von Key & Castle Immobilien.

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Deutschland baut immer mehr Wohnungen – steigen die Preise?

Die Anzahl der gebauten Wohnungen hat sich innerhalb weniger Jahre mehr als verdoppelt. Doch die Mieten und Kaufpreise steigen in weiten Teilen Deutschlands weiterhin ungebremst.

Haben Politiker ihre Wohnungsversprechen gebrochen? Einige Zahlen und Daten geben einen gewissen Einblick. Erfolg oder Misserfolg?

Zweieinhalb Jahre nach ihrem „Wohnungsstopp“ zieht die Bundesregierung Bilanz. In weiten Teilen Deutschlands steigen die Immobilienkaufpreise und Mieten weiter an – vor allem in den Großstädten, wo die Wohnungsnot besonders groß ist. Nach einer Auswertung des Wohnungsportals Immowelt stiegen im Corona-Jahr 2020 trotz der Pandemie in 67 der 80 größten Städte die verlangten Mieten in Anzeigen zum Teil deutlich an. Noch stärker als die Mieten sind in den letzten Jahren die Kaufpreise für Wohnungen und Eigentumswohnungen gestiegen. Das zeigt, dass der Druck auf den Wohnungsmarkt noch größer ist, als es die stark regulierten Mieten andeuten – und das nicht nur wegen der Mietpreisbremse in Berlin.

Die Bundesregierung spricht dennoch von einem Erfolg ihrer Baupolitik in den letzten Jahren. Die Zahl der genehmigten Wohnungen ist seit dem historischen Tiefpunkt der Bautätigkeit in Deutschland Ende der 1990er Jahre sogar wieder stark angestiegen. Sie liegt aber immer noch unter der Zahl von durchschnittlich 375.000 Wohnungen pro Jahr, die auf dem Wohnungsgipfel der Bundesregierung vor zweieinhalb Jahren versprochen wurde.

Baufirmen können kaum mit der Anzahl der Baugenehmigungen mithalten. Der sogenannte Baustopp beläuft sich derzeit auf mehr als 750.000 Wohnungen, die zwar genehmigt, aber nicht gebaut wurden. Was Kritiker als Zeichen der Spekulation mit Baustellen sehen, ist laut Bauindustrie ein normaler Zeitpuffer, da die Unternehmen nach Jahren niedriger Auftragslage erst ihre Kapazitäten wieder aufbauen müssen.

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